• Viktor Burgi

Der Riese in der Krise

Die SPD hat sich nicht von den Arbeitern entfernt – sie ist ihnen noch viel zu nahe

Ein sozialwissenschaftlicher Essay


Im Sommer vor der Bundestagswahl 2021 steht die ehemals große SPD in den Umfragen bei um die 20%[1]. Prominente Gesichter der Partei und Kritiker:innen von innen und außen geben Ratschläge und inhaltsleere Analysen ab: „Zu neoliberal!“, „Zu abgehoben!“, „Zu links!“.

Doch diese Erklärungen schürfen nur an der Oberfläche. Um zu verstehen, warum sozialdemokratische Parteien in ganz Europa an einen historischen Tiefpunkt gelangt sind, müssen wir auf die soziostrukturelle Transformation westlicher Gesellschaften in den letzten fünf Jahrzehnten zurückblicken. Die SPD ist in eine Denkfalle getappt und wähnt sich noch im 20. Jahrhundert. Sie hat sich nicht zu weit von den Industriearbeitern entfernt – sie ist ihnen noch viel zu nahe.


Woran denken Sie bei dem Wort „Arbeiterklasse“? An weiße Männer, die in Fabrikhallen am Fließband stehen oder vor den Hochöfen der Stahlindustrie schwitzen? Denken Sie an Typen in blauen Overalls, gewerkschaftlich organisiert, mit niedrigem Einkommen, aber Klassenstolz? Falls ja, dann sind Sie in eine Falle getappt: Die SPD-Falle.

Denn unsere Bilder von der Arbeiterschaft sehen häufig ungefähr so aus. Dabei sind es Assoziationen aus einem vergangenen Jahrhundert und einem anderen Deutschland. Einem weißen, männlich geprägten Industrieland. Das hat mit der Realität wenig zu tun.

Dennoch hält sich das „Ideal des gewerkschaftlich organisierten Facharbeiters“[2] hartnäckig – in der SPD und bei ihren Kritiker:innen. Sie habe sich von der Arbeiterklasse entfernt und mache jetzt nur noch Politik für eine gebildete Mittelschicht. Sie sei nicht mehr nah genug an den Menschen dran, zumindest nicht an den richtigen Menschen. Sigmar Gabriel formulierte 2017 als damaliger Außenminister: „Wer die Arbeiter des Rust-Belt[3] verliert, dem werden die Hipster in Kalifornien auch nicht mehr helfen.“[4] Und der ehemalige SPD-Bundestagspräsident, Wolfgang Thierse, sagte im April dieses Jahres noch: „Wir haben einen Teil der Arbeiterschaft schon verloren.“[5]

Auch Thierse und Gabriel sind in die SPD-Falle getappt. Sie beruht auf einem doppelten Missverständnis. Dieses wollen wir mit den neueren Erkenntnissen der Sozialwissenschaften Stück für Stück auflösen.




Das erste Missverständnis: Die Industriegesellschaft


Die SPD hat sich nicht zu weit von der Arbeiterschaft entfernt und sie hat sie auch nicht verloren. Es gibt sie nur kaum mehr. Das ist das erste Missverständnis.

Unser historisches Allgemeinwissen sagt uns, dass die Industrialisierung (und mit ihr die Arbeiterschaft) Ende des 18. Jahrhunderts ihren Anfang genommen hat und sich im 19. Jahrhundert ausbreitete. Das ist die Zeit der Dampfmaschine, der industriellen Produktion, der sozialen Frage, dem Aufstieg der Sozialdemokratie und des Arbeiters als politisches Subjekt. Mitte des 20. Jahrhunderts begann dann die „Ära der entfalteten Industriegesellschaft“[6] mit einem Nebeneinander von Massenproduktion und Massenkonsum, argumentiert der Soziologe Andreas Reckwitz. Diese entfaltete Industriegesellschaft dauerte jedoch nur wenige Jahrzehnte und bröckelte bereits mit der ersten Ölkrise 1973. Seit den 90er Jahren sei sie noch schneller erodiert, so Reckwitz. Tatsächlich macht die traditionelle Arbeiterklasse inzwischen in den meisten Demokratien nur noch etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung aus[7]; Mitte der 60er Jahre waren es in Deutschland noch knapp 50%, heute weniger als 25%[8].

Ein anderes Segment ist in der gleichen Zeit deutlich gewachsen: Der tertiäre Sektor, der Dienstleistungssektor, dem in Deutschland etwa 75% aller Erwerbstätigen zuzuordnen sind[9]. Tertiarisierung, die Verwandlung in eine Dienstleistungsgesellschaft, und Deindustrialisierung beschreiben somit zwei Seiten der gleichen Medaille. Die neue Dienstleistungsklasse folgt jedoch nicht mehr der simplen Logik der traditionell organisierten Arbeiterschaft. Diese konnte man ökonomisch noch klar am unteren gesellschaftlichen Rand verorten. Das wird mit der service class“ schwierig, da sowohl hochspezialisierte IT-Aufträge als auch Lieferando-Fahrten Dienstleistungen sind. Reckwitz spricht deshalb von einem „polarisierten Postindustrialismus“[10]: Oben die hochbezahlten Superjobs, unten das – transnational geprägte – Dienstleistungsprekariat, nicht selten in der Scheinselbstständigkeit. „Es gibt jeweils mehr Beschäftigte mit hoher und niedriger, hingegen weniger mit mittlerer Qualifikation“[11], fasst der Berner Soziologe Oliver Nachtwey die Lage zusammen. All das bedeutet nicht unbedingt, dass es keine Menschen mehr gibt, die man als Arbeiterschaft beschreiben könnte. Aber der Begriff hat sich radikal gewandelt und es ist keineswegs selbstverständlich, wer oder was damit gemeint sein soll.

Leicht überspitzt formuliert: Das Problem der SPD ist nicht, dass sie Gabriels Arbeiter aus dem Rust-Belt verloren hat. Das Problem ist, dass es den Arbeiter aus dem Rust-Belt immer weniger gibt[12]. Wir als Gesellschaft haben ihn auf dem Weg ins 21. Jahrhundert verloren.




Das zweite Missverständnis: Die SPD – eine Arbeiterpartei?


Thierse, Gabriel und andere suggerieren, dass die Arbeiter:innen die Kernklientel der SPD waren (und sein sollten). Das ist jedoch falsch. Die Arbeiterschaft konstituierte jahrzehntelang nur den einen Teil der Kernwähler:innen der sozialdemokratischen Parteien Europas.

Der andere große Teil waren und sind Beschäftigte im öffentlichen Sektor, allgemeiner, die Menschen der mittleren Einkommensgruppen in den Städten[13]. Sozialdemokratische Parteien verstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, dass allein die Industriearbeiter:innen nicht reichen würden, um ihnen eine Mehrheit zu verschaffen. Der Schlüssel zum Erfolg in den Nachkriegsjahrzehnten war das Schmieden eines Klassenbündnisses aus Mittelschicht und Arbeiterschicht[14], das die sozialdemokratischen Parteien zu Massenparteien werden ließ. „Sozialdemokratische Parteien waren nie nur die Parteien der Arbeiterklasse, sondern auch die einer gebildeten urbanen Schicht“, fasst der Züricher Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi zusammen[15]. Mit der Industrieproduktion, dem Ausbau des Wohlfahrtsstaates[16] und der Ausweitung der öffentlichen Ausgaben haben in der Folge europaweit sozialdemokratische Parteien an Stimmen gewonnen[17]. Diese erfolgreiche Phase von den 1950er bis in die 1970er Jahre hinein wird die „Zweite Welle“ der Sozialdemokratie genannt[18].




Der Weg ins 21. Jahrhundert


Mit dem wachsenden Wohlstand der Industriegesellschaften vollzog sich in den Nachkriegsjahrzehnten ein Wertewandel, argumentierte der Politikwissenschaftler Ronald Inglehart in den 1970er Jahren. In den gesättigten Industriegesellschaften, in denen unmittelbare materielle Bedürfnisse weitgehend befriedigt seien, erlebten postmaterielle Werte einen Aufschwung – er nannte es die „stille Revolution“[19]. Emanzipation, Minderheitenrechte, Selbstverwirklichung und Umweltschutz als Nachfolger der für selbstverständlich gehaltenen materiellen Sicherheit. Die Politisierung dieser Themen führte zu einer Veränderung im politischen Raum, die politikwissenschaftlich „second dimension“ genannt wird. Demzufolge sind die ökonomischen Themen auf einer ersten und die eher gesellschafts- und kulturpolitische Themen auf einer zweiten Dimension des Politischen. Diskussionspunkte rund um Umweltschutz, Frauen und Minderheitenrechte, Migration etc. rückten damals auf die Agenda[20]. Die grünen Parteien entstanden in den 1980er Jahren in dieser Gemengelage.

Eine parallele Entwicklung der Nachkriegsjahrzehnte war die Bildungsexpansion. Zwischen 1952 und 1981 verdoppelte sich etwa die Zahl der Jugendlichen mit höherem Bildungsabschluss in Deutschland und die Quote insbesondere weiblicher Studienanfängerinnen schnellte in die Höhe[21]. Frauen profitierten von der Bildungsexpansion in besonderer Weise, weil sie ihnen berufliche Chancen ermöglichte[22]. Die Bildungsexpansion korrespondierte auch mit der Deindustrialisierung, weil sie eine Zunahme hochqualifizierter Arbeit ermöglichte und beschleunigte[23]. Der Soziologe Nachtwey schreibt deshalb von den „Großtrends der Höherqualifizierung, Tertiarisierung und Feminisierung des Arbeitsmarktes“[24] in den letzten Jahrzehnten. Um auf diese Herausforderungen zu reagieren, veränderte die Sozialdemokratie ihre Ausrichtung.

Eine Kombination aus Umweltschutz und moderaten bis wirtschaftsliberalen Angeboten an mittig positionierte Wähler:innen konnte sich in den 1990er Jahren als „Neue Mitte“ durchsetzen[25] und hat der SPD über 40 % bei den Bundestagswahlen 1998 beschert. Doch wer „Gerhard Schröder“ sagt, muss auch „Agenda 2010“ sagen: Die Arbeitsmarktreformen unter der rot-grünen Koalition bis 2005 gelten bis heute als Sündenfall. Es gehört zu den einflussreichsten Deutungsmustern der Debatte um die alte und neue Linke, dass die Sozialdemokratie sich damals neoliberalen Politiken unterordnete, ihre alten Werte verriet, dadurch die Mittelschicht hinzugewann und die Arbeiter:innen verlor[26]. Der französische Ökonom Thomas Piketty, der mit „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ eine breite Debatte lostrat, legte 2020 mit dem 1300-Seiten-Werk „Kapital und Ideologie“ nach. Er argumentiert dort, dass die Umverteilungspräferenzen der Arbeiterklasse in der Linken nicht mehr vorkommen, weil diese jetzt die Interessen der Hochgebildeten vertrete[27]. Diese seien tendenziell gegen Umverteilung, weil sie nicht davon profitieren würden. Piketty fährt in Kapitel 15 das ganz große Geschütz auf und vergleicht dieses Milieu mit den Brahmanen aus dem indischen Kastensystem, also Gelehrten und Priestern, die Mitglieder der obersten indischen Kaste waren. Hat die brahmanische, neue Linke die Macht in westeuropäischen Parteiensystemen übernommen?

Wie wir gesehen haben, ist es zum einen falsch zu behaupten, dass sozialdemokratische Parteien erst jetzt die Gebildeten repräsentierten, weil sie auch früher schon die Mittelschicht angesprochen und gewonnen haben. Zum anderen ist es falsch, weil es suggeriert, dass man seine Programmatik auf die Präferenzen einer Wohlstandsklientel zugeschnitten hat.

Eine Untersuchung dieser These in elf westeuropäischen Ländern zeigt, dass ein wichtiger Grund für die angeblichen Brahmanen, für die politische Linke zu stimmen, ihre Unterstützung für staatliche Umverteilung ist[28]. Die Autoren schließen, dass die politische Linke bei Höhergebildeten beliebt ist, gerade weil sie staatliche Umverteilung unterstützt. Das ist das genaue Gegenteil von Pikettys Argument und kann kaum der Grund sein, warum die europäische Sozialdemokratie zur Jahrtausendwende einen anderen Kurs eingeschlagen hat.

Auch wenn Piketty mit seinen Thesen Unrecht hat: Seit Anfang der 2000er Jahre haben sozialdemokratische Parteien an Zustimmung bei der – wie oben beschrieben – stark geschrumpften Industriearbeiterschaft und in geringerem Ausmaß bei den Angestellten im öffentlichen Sektor verloren, auf deren Unterstützung sie sich vorher verlassen konnten[29]. Diese Verluste wurden nicht durch Gewinne bei den „socio-cultural professionals“ (aus der kreativen Industrie, Medien etc.) aufgefangen, wo die Sozialdemokratie inzwischen beliebter ist als bei ihrer Arbeiter-Klientel[30].




Die Abgewanderten


Über 20 Jahre später ist von Schröders 40 % nur wenig übrig. Die SPD steht im Sommer vor der Bundestagswahl 2021 – je nach Umfrageinstitut – bei etwa 14 %[31]. Solange die Wähler:innen nicht ausgestorben sind, stellt sich die Frage, wen sie stattdessen wählen. Eine Analyse der Wechselwahl zeigt, dass zwei Parteifamilien in verschiedenen europäischen Ländern in den letzten 20 Jahren besonders von der Sozialdemokratie hinzugewonnen haben[32]: Die moderate Rechte einerseits und grüne und radikal linke Parteien andererseits[33]. Rechtspopulisten wie die AfD folgen erst auf dem vierten Platz, auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, dass Frustrierte von der SPD wegen identitätspolitischen Themen nach Rechtsaußen wandern würden[34].




Die strategische Challenge


Die sozialdemokratische Parteienfamilie findet sich in einer schwierigen Lage wieder, da sie in verschiedene politische Richtungen verliert. Wie man parteipolitisch damit umgeht, ist unklar. Die Sozialstruktur der Gesamtgesellschaft kann die SPD nicht verändern, aber sie könnte sich programmatisch neu aufstellen. Keine leichte Aufgabe: Wie die Politikwissenschaftler Abou-Chadi und Markus Wagner zeigen, erfolgen die Verluste an die moderate Rechte wie die CDU/CSU primär aus ökonomischen Gründen, sekundär aus gesellschaftspolitischen[35]. Sprich: Die SPD ist wirtschaftspolitisch „zu links“. Wechseln Wähler:innen zu grünen und linken Parteien, dann primär wegen gesellschafts- und kulturpolitischen Fragen (Gender, Migration, Umwelt etc.). Mit anderen Worten: Wer zu den Grünen geht, findet die SPD nicht progressiv genug. Diese progressive, akademische und städtische Klientel bevorzugt, wie beschrieben, ökonomische Umverteilung, also mehr staatlichen Eingriff[36]. Solche Maßnahmen lassen wiederum Personen zur moderaten Rechten wechseln.

In dieser Konstellation steht die SPD vor einer „strategischen Challenge“[37], in der sie sorgfältig Gewinne und Verluste von Wähler:innen abwägen muss. Die eine Lösung, die alle zurückholt, existiert nicht, da es immer „trade-offs“[38] geben wird, wie die Politikprofessorin Silja Häusermann und ihre Kolleg:innen schreiben. Im Hinblick auf die oben skizzierten Prozesse wie die Bildungsexpansion bei gleichzeitigem kontinuierlichem Schrumpfen der Industriearbeiterschaft scheint der Weg nicht an den Jungen, Progressiven, Gebildeten vorbeizuführen. In den 2010er Jahren haben im Schnitt über 55 % eines Geburtsjahrgangs inzwischen ein Studium angefangen[39]. Gabriels Zitat zu Anfang verdeutlicht, dass die SPD (oder Teile der Partei) das nicht sehen und in den Kategorien des 20. Jahrhunderts denken. Das ist die SPD-Falle. Man müsste den Satz von Gabriel umdrehen, damit er auf Deutschland angewendet wieder passt: Wer die Hipster aus Berlin verliert, dem können die Arbeiter aus dem Ruhrgebiet auch nicht mehr helfen.

Abou-Chadi nimmt auf die Frage nach der zukünftigen Ausrichtung eine historische Perspektive ein: Die Sozialdemokratie sei immer inhärent progressiv gewesen, beispielsweise bei der Frage des Frauenwahlrechts im 19. Jahrhundert, als es noch keines gab[40]. Wie man das auf das 21. Jahrhundert übertragen kann? Grüne und linke Parteien scheinen diese Frage besser zu beantworten.

Vielleicht sind sozialdemokratische Parteien einfach Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden. Ihre historische Aufgabe ist in Form der Befriedung des Klassenkonflikts durch den Wohlfahrtsstaat bereits erfüllt. Jetzt stellen sich neue Aufgaben, die von anderen gelöst werden müssen.

Dieser Deutung muss man nicht folgen. Es mangelt wohl kaum an politischen Problemen, die eine linke Partei angehen könnte. Aber wenn die Sozialdemokratie sich nicht anpasst, droht sie, mit der Industriearbeiterschaft als Statistin von der Bühne der Geschichte des Westens zu verschwinden. Im 21. Jahrhundert stehen Fragen von Klima, Migration und Gender vermehrt im Drehbuch. Grüne und rechtspopulistische Parteien sind zu den neuen Protagonisten geworden. Das hat die französische Parti Socialiste 2017 schmerzlich erfahren, als ihr Präsidentschaftskandidat nur noch 6,36 % holte. Die SPD als Partei des 20. Jahrhunderts muss sich jetzt eine neue Rolle suchen, sonst fällt der Vorhang auch für sie.



Viktor Burgi studiert Politikwissenschaft und Soziologie in Düsseldorf. Hat immer mehr von Suhrkamp im Regal, als er lesen kann. Verbringt zu viel Zeit mit Kaffee auf Twitter und zu wenig mit Wein am Klavier. Flüchtet gerne in höhere Lagen, falls das mit Politik und Gesellschaft zu viel wird.


[1] Forschungsgruppe Wahlen, 2021, Politbarometer August 2021, https://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/Politbarometer/ [2] Andreas Reckwitz, 2019, „Das Ende der Illusionen“, S. 135 [3] Der sogenannte Rust-Belt im Nordosten der USA war bis in die 70er Jahre das größte Industriegebiet des Landes. [4] Sigmar Gabriel, 2017, „Die Arbeiter, nicht die Hipster“, https://www.spiegel.de/politik/die-arbeiter-nicht-die-hipster-a-c4b33eb2-0002-0001-0000-000147863974 [5] Alfred Schier im Gespräch mit Wolfgang Thierse, 2021, phoenix persönlich, https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-persoenlich/wolfgang-thierse-bundestagspraesident-ad-zu-gast-bei-alfred-schier-a-2078400.html?ref=aktuelles [6] Andreas Reckwitz, 2019, „Das Ende der Illusionen“, S. 137 [7] Tarik Abou-Chadi und Simon Hix, 2021, „Brahmin Left versus Merchant Right? Education, class, multiparty competition, and redistribution in Western Europe”, British Journal of Sociology, 72:79–92, S. 80. [8] Statistisches Bundesamt, 2021, „Erwerbstätige im Inland nach Wirtschaftssektoren“, https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Lange-Reihen/Arbeitsmarkt/lrerw13a.html [9] ebd. [10] Andreas Reckwitz, 2019, „Das Ende der Illusionen“, S. 137ff [11] Oliver Nachtwey, 2016, „Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne”, S. 123 [12] Zwar haben sozialdemokratische Parteien auch innerhalb der Arbeiterschaft an Zustimmung verloren, aber der Hauptgrund für ihre Talfahrt der letzten Jahre ist, dass die Arbeiter:innen einen viel kleineren Anteil an der Bevölkerung insgesamt stellen. [13] Giacomo Benedetto, Simon Hix & Nicola Mastrorocco, 2020, The rise and fall of social democracy. American Political Science Review, 114(3), 928–939. [14] Jane Gingrich & Silja Häusermann, 2015, The decline of the working-class vote, the reconfiguration of the welfare support coalition and consequences for the welfare state. Journal of European Social Policy, 25, 50–75, S. 52 [15] Andreas Sator im Gespräch mit Tarik Abou-Chadi, 2020, Erklär mir die Welt, https://erklaermir.simplecast.com/episodes/dd2 [16] Karl Loxbo et al., 2019, The decline of Western European social democracy: Exploring the transformed link between welfare state generosity and the electoral strength of social democratic parties, 1975–2014, PartyPolitics, 27(3), 430-441. [17] Giacomo Benedetto, Simon Hix & Nicola Mastrorocco, 2020, The rise and fall of social democracy. American Political Science Review, 114(3), 928–939. [18] ebd. [19] Ronald Inglehart, 1977, „The Silent Revolution” [20] Tarik Abou-Chadi und Simon Hix, 2021, Brahmin Left versus Merchant Right? Education, class, multiparty competition, and redistribution in Western Europe, 72:79–92, S. 80 [21] Ulrich Beck, 1986, „Risikogesellschaft“, S. 128 [22] ebd. [23] Jane Gingrich & Silja Häusermann, 2015, The decline of the working-class vote, the reconfiguration of the welfare support coalition and consequences for the welfare state. Journal of European Social Policy, 25, 50–75, S. 53 [24] Oliver Nachtwey, 2016, „Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne”, S. 123 [25] Giacomo Benedetto, Simon Hix & Nicola Mastrorocco, 2020, The rise and fall of social democracy. American Political Science Review, 114(3), 928–939. [26] Sheri Berman & Maria Snegovaya, 2019, Populism and the Decline of Social Democracy, 30(3), 5-19 [27] Thomas Piketty, 2020, „ Kapital und Ideologie” [28] Abou-Chadi und Hix, 2021, „Brahmin Left versus Merchant Right? Education, class, multiparty competition, and redistribution in Western Europe”, British Journal of Sociology, 72:79–92. [29] Giacomo Benedetto, Simon Hix & Nicola Mastrorocco, 2020, The rise and fall of social democracy. American Political Science Review, 114(3), 928–939. [30] ebd. [31] Infratest dimap, 2021, Sonntagsfrage Bundestagswahl, https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/sonntagsfrage/ [32] Viele ehemalige SPD-Unterstützer:innen entschieden sich 2017 auch für die Nichtwahl. Dieses Thema wird jedoch ausführlicher in einem eigenen Beitrag behandelt werden. [33] Silja Häusermann et al., 2021, Transformation of the left. The Myth of Voter Losses to the Radical Right, http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/17385.pdf [34] ebd. [35] Tarik Abou-Chadi & Markus Wagner, 2020, Electoral fortunes of social democratic parties: do second dimension positions matter?, Journal of European Public Policy, 27(2), 246-272 [36] Tarik Abou-Chadi & Markus Wagner, 2019, The electoral appeal of party strategies in post-industrial societies: When can the Mainstream Left succeed?, Journal of Politics, 81(4), 1405–1419, S. 1407 [37] Giacomo Benedetto, Simon Hix & Nicola Mastrorocco, 2020, The rise and fall of social democracy. American Political Science Review, 114(3), 928–939, S. 928 [38] Silja Häusermann et al., 2021, Transformation of the left. The Resonance of Progressive Programs among the Potential Social Democratic Electorate, http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/17384.pdf [39] Statistisches Bundesamt, 2020, Bildung und Kultur. Schnellmeldungsergebnisse der Hochschulstatistik zu Studierenden und Studienanfänger/- innen, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/72005/umfrage/entwicklung-der-studienanfaengerquote/ [40] Andreas Sator im Gespräch mit Tarik Abou-Chadi, 2020, Erklär mir die Welt, https://erklaermir.simplecast.com/episodes/dd2